
Namen als Zeitzeugen
Im frühen 15. Jahrhundert etablierte sich neben dem eingliedrigen Personennamen auch der Zuname, welcher sich nach und nach vererbte. Diese Beinamen, die eher Herkunft, Ort oder Beruf erklärten, waren noch keine Familiennamen im heutigen Sinne und konnten wechseln. In den ältesten Zinsbüchern, in denen diese Orts- und Personennamen notiert sind, war die korrekte Schreibweise gleichgültig, da es wichtig war, wer gemeint war. Der Chronist Diebold Schilling erfasste 1484 die Landleute, als die damalige Steuerbehörde von Hof zu Hof zog. Diese Familiennamen sind Zeitzeugen des Spätmittelalters und geben Einblick in die Binnenmigration.








