Aus einer Vision wird Wirklichkeit

Aus einer Vision wird Wirklichkeit

Das Gürbetal ist ein buntes und fruchtbares Tal mit einer florierenden Landwirtschaft, die hochwertige Produkte erzeugt und vermarktet. Heute kehren Tiere zurück, die zeitweise verschwunden waren. Im Siedlungsraum entstehen wertvolle Lebensräume für Insekten und Vögel. In den Dörfern und entlang der Gürbe finden Menschen Erholung und Schatten. Einwohnerinnen und Einwohner, Landwirtinnen und Landwirte sowie die Gemeinden sind stolz auf das, was sie gemeinsam geschaffen haben. Weil viele mit anpacken. Weil Engagement sichtbar wird. Es ist ein wunderbarer Ort voller Leben. Es ist das lebendige Gürbetal. Und es liegt in der Zukunft.

Diese Vision steht am Anfang des Projekts «Lebendiges Gürbetal». Sie ist bewusst zugespitzt – und sie ist zugleich Antrieb für konkrete Schritte. Denn das Gürbetal ist heute schon schön. Doch in Zukunft soll es hier wieder mehr blühen, zwitschern und summen. Mit dem Projekt «Lebendiges Gürbetal» wird diese Vision über die nächsten drei Jahre gezielt angestossen und umgesetzt.

Getragen wird das Projekt von den Gemeinden Burgistein, Forst-Längenbühl, Kaufdorf, Kirchdorf, Riggisberg, Thurnen, Toffen und Wattenwil, gemeinsam mit dem Naturpark Gantrisch. Unterstützt werden sie von lokalen Trägerschaften, die in den einzelnen Dörfern verankert sind. In diesen Trägerschaften engagieren sich Menschen aus der Bevölkerung, die das Projekt mittragen, Ideen einbringen und als Ansprechpersonen vor Ort wirken. Sie sind zentral für das Gelingen des Projekts. Wer sich engagieren möchte, kann sich auch weiterhin bei den Trägerschaften melden.

Der Startschuss zum Projekt fällt jetzt im März mit der Roadshow im Gürbetal. In den kommenden Wochen macht das Naturpark-Infomobil Halt in allen teilnehmenden Dörfern. Gleichzeitig wird das neue Webportal lanciert, auf dem Informationen, Angebote und Aktivitäten gebündelt zugänglich sind.

Ein starkes gemeinsames Engagement

Wer jetzt denkt, dass hier Biodiversität von Amtes wegen gefördert werden soll, der liegt falsch. Im Zentrum steht das gemeinsame Engagement der Bevölkerung. Es geht um das Miteinander, um Eigeninitiative und um Freude am Gestalten. Natürlich sollen auch Arten und ihre Lebensräume gefördert und besser vernetzt werden. Doch ebenso wichtig sind das entstehende Wir-Gefühl und ein spielerischer Ansatz, der zum Mitmachen motiviert.

Die drei Standbeine des «Lebendigen Gürbetal»

Um aus einer Vision Realität werden zu lassen, braucht es mehrere Stossrichtungen. Das Projekt «Lebendiges Gürbetal» stützt sich auf drei Standbeine. Erstens erarbeitet jede Gemeinde einen eigenen Aktionsplan zur Förderung der natürlichen Vielfalt, abgestimmt auf die lokalen Gegebenheiten. Zweitens wurde die Gürbetal-Academy gegründet, um Wissen und praktische Fähigkeiten niederschwellig zu vermitteln – etwa in Form von Gartenkursen in den Dörfern, Exkursionen im Gürbetal und Anleitungen für einfache Massnahmen rund um naturnahe Gärten und Flächen. Drittens sorgt das Spiel «Jeder Quadratmeter zählt» für Motivation und Spass. Die Bevölkerung schafft Flächen für mehr natürliche Vielfalt und sammelt Punkte für das eigene Dorf – ein lustvolles Spiel, das Neugier weckt und verbindet.

Wir säen heute, was morgen blüht

«Lebendiges Gürbetal» ist bewusst als langfristiges Gemeinschaftsprojekt angelegt. Es verbindet Fachwissen mit lokalem Engagement und schafft Raum für eigene Ideen. Auf den folgenden Seiten zeigen wir auf, weshalb die Trägerschaften für das Projekt von zentraler Bedeutung sind, was Menschen motiviert, sich für ein lebendiges Gürbetal zu engagieren, und wie das Spiel «Jeder Quadratmeter zählt» funktioniert. Zudem zeigen wir auf, wo und wann das Naturpark-Infomobil während der Roadshow Halt macht, und geben Einblick in das umfangreiche Kursprogramm.

Teilen Sie diesen Bereich

Beitragstitel
Aus einer Vision wird Wirklichkeit

Die meistgelesenen Artikel

Kontakt