Autor: Andreas Sommer

Der Heidensenn vom Walenhus

Im Walenhus, auf der Schattenseite des Guggershorns, lebten früher Heidenleute, welche längst verwichenen Bräuchen frönten und noch lange Zeit den alten Göttern und Geistern huldigten. Deshalb soll dort auch noch lange ein sogenanntes Heidenhaus gestanden haben, dessen altersgraue Fundamente unverwüstlich waren und dessen schwarz verwitterte First von zwei Auerochsenschädeln geziert wurde.

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Das alte Haus von Jaberg

Alte Häuser haben viel zu erzählen. Umso mehr, wenn sie von Menschen bewohnt werden, welche selbst eng mit deren Geschichte verbunden sind. Verena und Hans Jörg Hänni leben seit vierzig Jahren gemeinsam im alten Schulhaus von Jaberg, welches schon mehr als zweihundert Jahre im Gebälk hat. Das Rentnerehepaar erzählt, wie Wohnort und persönliche Familiengeschichte miteinander verwoben sein können.

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Unkontrollierbare Naturkräfte

Wildnis spaltet die Geister. Bei den einen löst sie Faszination und Sehnsucht aus. Andere bestehen auf einem konsequenten Management der Natur. Wie weit hat sich der moderne Mensch heute von seinen natürlichen Grundlagen abgekoppelt? Und inwiefern beeinflussen ungehindert waltende Naturkräfte unser physisches und seelisches Wohlbefinden? Sind wir womöglich gar existenziell auf das Wilde angewiesen?

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Nuithonia und die Wüstenei

Der Region Gantrisch wird oft nachgesagt, dass ihr ein besonders naturbelassener Charakter eigen sei. Doch wie überall in der Schweiz prägt auch hier im 21. Jahrhundert der Einfluss des Menschen das landschaftliche Erscheinungsbild massgeblich. Wie mag diese Gegend am Fuss der Voralpen denn früher ausgesehen haben? Wann gab es hier noch richtige Wildnis?

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Waldwein vom Längenberg

In einer kinderreichen armen Bauernfamilie auf dem Längenberg hatte sich wieder einmal Nachwuchs eingestellt. Nach altem Brauch zog der Vater aus, um der Mutter ein Mass Wein an das Kindbett zu bringen. Da er mausarm war, hatte er mühselig einige Münzen zusammengekratzt, um sich beim Dorfwirt einen Krug mit welschem Rebensaft füllen zu lassen. Ehe er sich wieder heimzu wandte, um seiner Frau den Wein zu kredenzen, blieb er freilich noch eine Weile am Stammtisch der Gaststube sitzen.

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Gantrisch auf der Zunge und im Ohr

Unser individuelles Heimatgefühl ist typischerweise durch die Landschaft geprägt, in der wir als Kind gelebt haben. Überdies vielleicht durch bestimmte Personen oder Gebäude «vo früecher». Auch spezifische Gerüche oder Klänge können ein ganzes Kaleidoskop von Erinnerungen in uns aufblühen lassen. Besonders tief an unsere Wurzeln rührt aber die Sprache, mit der wir aufgewachsen sind. «De faats unger einisch z’Grächtem afa heimele.»

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Der Bauer im Türstenzug

Ein Meisterbauer von der Granegg bei Mamishaus trug seinem treuen Knecht Hans einst an einem klirrend kalten Wintermorgen kurz nach Weihnachten auf, er möge den Braunen vor den Wagen spannen, denn er wolle mit seiner Familie einen Festtagsbesuch in Schwarzenburg machen. Da er wusste, dass die wilde Jagd in den Raunächten bisweilen Durchlass begehrte, ermahnte er seinen Dienstmann vor der Abfahrt: «Hans, wenn es heute Nacht an das Tenntor poltert, dann säume nicht. Spring hurtig auf und entriegle die Tore, so dass der Durchgang frei ist. Denn wenn der Türst freie Bahn begehrt, dann verstellt man ihm lieber nicht den Weg.»

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Die Geisterburg des Belpbergers

Mit strenger Hand waltete einst ein raubeiniger Freiherr über seine Herrschaft südlich von Bern. Mit seinen Nachbarn lag er in ständiger Fehde, deshalb beschloss er eines Tages, auf einem unzugänglichen Felssporn über dem Belpberg eine Festung aus starkem Stein zu errichten.

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Der Herzschlag von Mutter Erde

«Es gibt zwei Geräusche, welche auf den Menschen erwiesenermassen äusserst beruhigend wirken. Zum einen ist dies das sanfte Rauschen von Wasser. Zum anderen das gleichmässige langsame Schlagen einer Trommel. Dieser monotone Klang fährt unsere Gedankenfrequenz binnen kürzester Zeit herunter und versetzt das Bewusstsein in einen dahingleitenden Zustand.»

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Wanderbare Wunderwege

Das Wandern sei hierzulande Volkssport Nummer eins, wird gerne postuliert. Ob entlang von gelben, rotweissen oder gar blauweissen Wegmarkierungen, auch am Gantrisch führen vielerlei Routen durch Wald und Flur. Über Wege von A nach B, über Streckenlängen und Höhenmeter inklusive Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten erteilen einschlägige Publikationen hinreichend dienliche Hinweise. Die nachfolgenden Zeilen möchten jedoch dazu anregen, sich anders durch die heimische Landschaft zu bewegen – und dabei das gewohnte Terrain für einmal zu verlassen.

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Aktuelle Berichte

Dringend und drängend

Die Strasse in Toffen ist Verkehrsachse, Schulweg und Einkaufsstrasse zugleich. Ab dem kommenden Frühling soll sie umfassend saniert werden. Die Arbeiten dürften sich über rund zwei Jahre ziehen.

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Nicht ewig überlegen

Am 19. September beginnen die Berner Herbstferien. Drei Wochen lang können sich die Kinder erholen, bis es ins lange Winterquartal geht. Drei Wochen? Für 21 Schülerinnen und Schüler in Belp sind es nur deren zwei.

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Rückwärts ausgewandert

Sie ist in Neuseeland geboren, dort aufgewachsen, hat den schwarzen Pass mit dem silbernen Farn und ist Nachwuchs-Nationalspielerin des Inselstaates. Doch seit drei Jahren wohnt die heute 21-Jährige Lara Colpi im Haus ihrer Tante in Guggisberg – und spielt Fussball beim FC Thun. Zwischen Arbeit und Training nimmt sich die Fussballerin Zeit, über die verschiedenen Reisen zu erzählen: die ihrer Eltern, die sie am anderen Ende der Welt zueinanderführte, die ihrer Fussballkarriere, und diejenige, die sie zurück in die Heimat ihrer Mutter führte.

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«Wir und unsere Schule»

Im Schulhaus Burgistein wird Schule neu gedacht: Statt Frontalunterricht stehen Projekttage, Mitbestimmung und jahrgangsübergreifendes Lernen im Zentrum. Gemeinsam mit der PHBern entwickelte die Schule ein Modell, das Sozialkompetenz, Selbstwirksamkeit und Freude am Lernen stärken soll – und dabei neue Wege des Unterrichtens aufzeigt.

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Bewohnt, bewahrt, beseelt

Vermutlich gäbe es ein Dorf im oberen Gürbetal. Genauso eines, das den Felsen mit der spektakulären Aussicht umschmiegt. Nur: Würden die beiden Ortschaften heute wirklich Wattenwil und Burgistein heissen? Wohl kaum. Die Namen zeugen von den Familiengeschichten auf Schloss Burgistein. Seit dem 13. Jahrhundert. Ein Ort, bei dem es zwar auch um Herrschaft ging, aber seit jeher fast noch ein wenig mehr um Würde und Menschlichkeit.

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