
Heimat – ein Konsumgut?
Der Sonnenaufgang an diesem Morgen war spektakulär. Was für ein Privileg, hier leben zu dürfen! Forst-Längenbühl ist ein kleines Dorf mit grossartigen Landschaften: kleinen Seen,

Der Sonnenaufgang an diesem Morgen war spektakulär. Was für ein Privileg, hier leben zu dürfen! Forst-Längenbühl ist ein kleines Dorf mit grossartigen Landschaften: kleinen Seen,

Seit 125 Jahren spielt die Musikgesellschaft (MG) Oberbalm – gegründet 1901 von 18 Männern unter Rudolf Münger, damals mit Blechblasinstrumenten und Märschen. Heute ist sie eine generationenübergreifende, geschlechterdurchmischte Gemeinschaft, die Querflöten, Saxophone und Klarinetten in ihre Reihen aufgenommen hat – und dabei fest im Dorfleben verwurzelt bleibt.

«Wir treffen uns heute Abend in diesem Saal, um SIE zu feiern.» Gemeinderätin Kristin Arnold Zehnder begrüsst am Abend des 26. Februar 49 Personen, die im vergangenen Jahr eingebürgert wurden, zudem deren Familien und Begleitpersonen, ihre Kollegen aus dem Gemeinderat und die Mitglieder des Einbürgerungsausschusses. 2025 haben in Belp so viele Personen wie noch nie das Schweizer Bürgerrecht erhalten. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder und Jugendliche.

Plaffeien erfreut sich seiteinem halben Jahrhundert eines florierenden, generationenübergreifenden Theaterschaffens. Ein Gespräch mit dem Präsidenten der Theatergesellschaft, Raphael Marro.

Aus einem lockeren Stammtisch wurde ein Verein, aus einer Idee ein Fest, aus ehemaligen Schulkollegen eine engagierte Truppe: Die «Baumer Gielä» prägen mit ihrer «Hiubi Chiubi» das Dorfleben und bleiben dabei ihren Wurzeln treu. Die beiden Vorstandsmitglieder Sven Hunziker und Nick Bartenbach geben Einblicke ins Vereinsleben.

Wildtierfotografie bedeutet weit mehr, als auf den Auslöser zu drücken. Wer Tiere in ihrer natürlichen Umgebung fotografieren will, braucht Geduld, Wissen – und vor allem Respekt. Im Gespräch mit dem Naturpark Gantrisch erklärt der erfahrene Fotograf Hansruedi Weyrich, warum echte Naturaufnahmen nur im Einklang mit der Natur entstehen können.

Die Ergebnisse der Wahlen in der Gemeinde Thurnen zeigten, dass die bisherige Zusammensetzung des Gemeinderats für die nächste Legislatur ähnlich bleibt. Die Kräfteverhältnisse der Parteien bleiben somit stabil. Besonders erfreulich war die hohe Anzahl an Kandidierenden im Vergleich zu den Sitzen.

55 Jahre lebten Franziska und Eduard Haldemann (80, 82) im eigenen Haus in Toffen, mit Garten, Hanglage und vielen Erinnerungen. Heute wohnen sie als eine von rund 30 Parteien in der neuen Genossenschaftssiedlung «Toffematt». Auch Brigitte und Stefan Fankhauser (37, 41) sind vor einem Jahr in der Toffematt eingezogen. Ein Gespräch über Loslassen, Ankommen und die Bedeutung von genossenschaftlichem Wohnen.

Begegnung und moderner Wohnraum statt marode Gebäude, die zur Hälfte leer stehen: Das Projekt für den Ortskern von Jaberg ist einen grossen Schritt weitergekommen.

Man trifft sich vielleicht beim Spaziergang um den See, im Quartier oder bestimmt auch mal beim Einkaufen in Wattenwil. Doch eine Art Dorfplatz, ein lebendiges Zentrum, das fehlt. Dies fanden auch viele Bürgerinnen und Bürger, die sich 2023 an der Befragung des Gemeinderates beteiligten. Dieser nahm den viel geäusserten Wunsch als Legislaturziel auf. Nun sind die Bauarbeiten abgeschlossen, es muss nur noch der Rasen anwachsen, bevor im kommenden Frühling die Eröffnung der Begegnungszone gefeiert wird.
Wer an einem Sommerabend der Gürbe entlang spaziert, fühlt sich mitten in der Natur. Wer im Gurnigel abseits der Wege Pilze sucht, glaubt sich fast in der Wildnis. Und spätestens auf einer Bergwanderung scheint die Zivilisation weit weg zu sein.
Gewerbeausstellung bei vielerorts vollen Auftragsbüchern: Am Belp-Fest von Mitte Mai zeigten die Gewerbler, dass sie zum Dorfleben gehören. Gemeinderat Hans-Peter Iseli und Belper-KMU-Präsidentin Nicole Jost geben Einblick in die Planung des Grossanlasses.
«Das erste Mal seit Jahrzehnten sind diese Werke unserer Sammlung wieder in der Öffentlichkeit zu sehen», sagt Michael Peter, Kurator der Sonderausstellung in der Abegg-Stiftung. Bis im November zeigt das Museum in Riggisberg Textilien aus dem spätantiken Wohnen. Die farbigen und sorgfältig bearbeiteten Stofffragmente sind nicht nur schön anzusehen, sondern tragen eine facettenreiche Geschichte in sich.
Wildnis spaltet die Geister. Bei den einen löst sie Faszination und Sehnsucht aus. Andere bestehen auf einem konsequenten Management der Natur. Wie weit hat sich der moderne Mensch heute von seinen natürlichen Grundlagen abgekoppelt? Und inwiefern beeinflussen ungehindert waltende Naturkräfte unser physisches und seelisches Wohlbefinden? Sind wir womöglich gar existenziell auf das Wilde angewiesen?
Ob Balkonkistli, wilde Ecke, Sandlinse oder Schulprojekt: Jeder Beitrag bringt mehr Farbe und Leben ins Gürbetal. Die sechs Beispiele zeigen, wie einfach der erste Schritt sein kann – und wie aus vielen kleinen Ideen gemeinsam etwas Grosses wächst.