
Dringend und drängend
Die Strasse in Toffen ist Verkehrsachse, Schulweg und Einkaufsstrasse zugleich. Ab dem kommenden Frühling soll sie umfassend saniert werden. Die Arbeiten dürften sich über rund zwei Jahre ziehen.

Die Strasse in Toffen ist Verkehrsachse, Schulweg und Einkaufsstrasse zugleich. Ab dem kommenden Frühling soll sie umfassend saniert werden. Die Arbeiten dürften sich über rund zwei Jahre ziehen.

In Toffen gibt es seit Dezember 2025 einen ganz speziellen Laden: die Selbstbedienungsbrocki «Schatzkiste». Täglich von 8 bis 20 Uhr ist die Türe offen und lädt zum Verweilen und Stöbern ein. Das Besondere daran: Sie funktioniert ganz ohne anwesende Angestellte.

Es war ein glücklicher Zufall, dass der Landbesitzer Daniel Hänni auf das kostenlose Beratungsangebot «Biodiversität verpachten» von Pro Natura stiess. Dank der professionellen Beratung hat die Natur auf Daniel Hännis Land mehr Platz erhalten. Doch nicht nur die Artenvielfalt hat profitiert, auch die Beziehung zu den Pächtern hat sich verbessert.

Im neuen Stück des Theatervereins Toffen wird der Proberaum zur Bühne für menschliche Glanzstunden – aber auch Schattenseiten. Unter der musikalischen Leitung von Jan Martin Mächler und der Regie von Gian Pietro Incondi bringt das Ensemble eine Inszenierung auf die Bühne, die auf enge Zusammenarbeit setzt und tief in die menschliche Psyche greift. Die Premiere steht kurz bevor.

Wer mit Ferdinand Schwarz erstmals in Kontakt tritt, wird die Begegnung wohl nicht mehr so schnell vergessen. Ein Kanalreiniger mit Leidenschaft. Verstopfte Rohre sind sein Job, fliessende Kanäle seine Bestimmung. Doch wer im Internet nach Kanalreinigung sucht, dem gaukelt die digitale Welt einen Kontakt von Kanalreinigungen24 vor – just in der Gemeinde, in der man sich befindet. Und der ist alles andere, nur kein Kanalreiniger mit Leidenschaft. Eine unsägliche Geschichte.

55 Jahre lebten Franziska und Eduard Haldemann (80, 82) im eigenen Haus in Toffen, mit Garten, Hanglage und vielen Erinnerungen. Heute wohnen sie als eine von rund 30 Parteien in der neuen Genossenschaftssiedlung «Toffematt». Auch Brigitte und Stefan Fankhauser (37, 41) sind vor einem Jahr in der Toffematt eingezogen. Ein Gespräch über Loslassen, Ankommen und die Bedeutung von genossenschaftlichem Wohnen.

Am 28. September stimmt die Toffener Bevölkerung über den Kredit für die Sanierung und Neugestaltung der Bahnhofstrasse inklusive der Werkleitungen ab. Gemeindepräsident Carl Bütler erläutert, warum das Vorhaben wichtig und dringend sei.

«Dass der Tod vorbeikommt im August, habe ich mir niemals vorgestellt. Er muss doch weiterziehen, denke ich, Sommer ist Reisezeit.»

Die Gürbe glitzert friedlich in der Sonne an diesem heissen Sommertag. Doch dass aus gemächlicher Idylle blitzschnell bitterer Ernst werden kann, zeigte sich damals 1990, als sich im Gurnigelgebiet ein Jahrhundert-Gewitter entlud. Die reissenden Wassermassen richteten in mehreren Gemeinden grossen Schaden an, auch in Toffen. «Bei der Marag-AG stapelten sich mehrere Autos übereinander», erinnert sich Hans Ulrich Tanner, der während über 20 Jahren beim Wasserbauverband Untere Gürbe und Müsche (WGM) tätig war und einen grossen Anteil am Hochwasserschutzprojekt 2 des WGM hat.

Im Untergeschoss des Kirchlichen Zentrums Toffen hat seit einem Jahr das Bistro KiZe geöffnet. Hier begegnen sich Seniorinnen und Senioren, Familien, Paare und Alleinstehende. In einer persönlichen Atmosphäre wird hier Kaffee und Kuchen genossen – doch das KiZe ist mehr als nur Tea-Room. Hier begegnen sich Menschen auf Augenhöhe, egal ob einer Kirche angehörend oder nicht.
Die Strasse in Toffen ist Verkehrsachse, Schulweg und Einkaufsstrasse zugleich. Ab dem kommenden Frühling soll sie umfassend saniert werden. Die Arbeiten dürften sich über rund zwei Jahre ziehen.
Am 19. September beginnen die Berner Herbstferien. Drei Wochen lang können sich die Kinder erholen, bis es ins lange Winterquartal geht. Drei Wochen? Für 21 Schülerinnen und Schüler in Belp sind es nur deren zwei.
Sie ist in Neuseeland geboren, dort aufgewachsen, hat den schwarzen Pass mit dem silbernen Farn und ist Nachwuchs-Nationalspielerin des Inselstaates. Doch seit drei Jahren wohnt die heute 21-Jährige Lara Colpi im Haus ihrer Tante in Guggisberg – und spielt Fussball beim FC Thun. Zwischen Arbeit und Training nimmt sich die Fussballerin Zeit, über die verschiedenen Reisen zu erzählen: die ihrer Eltern, die sie am anderen Ende der Welt zueinanderführte, die ihrer Fussballkarriere, und diejenige, die sie zurück in die Heimat ihrer Mutter führte.
Im Schulhaus Burgistein wird Schule neu gedacht: Statt Frontalunterricht stehen Projekttage, Mitbestimmung und jahrgangsübergreifendes Lernen im Zentrum. Gemeinsam mit der PHBern entwickelte die Schule ein Modell, das Sozialkompetenz, Selbstwirksamkeit und Freude am Lernen stärken soll – und dabei neue Wege des Unterrichtens aufzeigt.
Vermutlich gäbe es ein Dorf im oberen Gürbetal. Genauso eines, das den Felsen mit der spektakulären Aussicht umschmiegt. Nur: Würden die beiden Ortschaften heute wirklich Wattenwil und Burgistein heissen? Wohl kaum. Die Namen zeugen von den Familiengeschichten auf Schloss Burgistein. Seit dem 13. Jahrhundert. Ein Ort, bei dem es zwar auch um Herrschaft ging, aber seit jeher fast noch ein wenig mehr um Würde und Menschlichkeit.