
Welches Bild tritt vor Ihr inneres Auge, wenn Sie das Wort Baum lesen? Gibt es in Ihrem Erinnerungsschatz einen ganz bestimmten Baum, welcher Sie beeindruckt oder gar geprägt hat? Der tiefe Gefühle in Ihnen weckt? Mensch und Baum verbindet ein jahrtausendealtes Verhältnis. Dass unsere Vorfahren Bäume nicht nur als beseelte Wesenheiten wahrnahmen, sondern sie sogar verehrten und zu einem zentralen Element ihrer Weltanschauung erhoben, bestätigen uns Mythologie und Sage.

Lange Zeit ehrten die Bewohner des Üechtlandes noch das Angedenken an die Elbenmutter Helva und deren Fürsorge für alles Lebendige. Selbst die Predigten der Mönche aus Rüeggisberg und Altenryf schafften es nie ganz, die Hinwendung des Landvolkes zu dieser geheimen Hüterin des Landes auszumerzen.

Der Zahn der Zeit und intensive Nutzung hinterlassen Spuren auf so vielen Gegenständen des täglichen Bedarfs. Die Wegwerf-Gesellschaft tendiert dazu, Verbrauchtes und Kaputtes einfach durch (qualitativ oft minderwertige) Neuware zu ersetzen. Im Zeitalter der industriellen Massenanfertigung ist dies paradoxerweise oft die naheliegendste Lösung. Die «Autosattlerei & Möbelpolsterei Bernaco» in Belp setzt Zeichen für einen Gegentrend: Sie pflegt nicht nur die Handwerkskunst, sondern engagiert sich dafür, dass Reparatur und Restauration von altehrwürdigen Objekten wieder salonfähig werden.

Im Guggisberg lebten die Bauern einst in guter Nachbarschaft mit dem Kleinen Volk. Oft traten die Zwerge in Erscheinung, wenn die Leute in Not waren oder wenn sich jemand in den endlosen Wäldern verlaufen hatte. Dem Volksmund zufolge befand sich auch in den Unterbalmflühen am Laubbach ein Eingang in ihr verborgenes Reich. Dieser Höhleneingang ist heute noch zu sehen und wird nach wie vor nach seinen einstmaligen sagenumwobenen Bewohnern benannt.

Auf Oberalpiglen hinter dem Ochsen verschwand einige Tage vor dem Alpabtrieb im Herbst einst die ganze Kuhherde auf unerklärliche Weise. Die Männer, welche die Tiere eintreiben wollten, schwärmten aus und durchkämmten die umliegenden Hänge des Talkessels, doch sie fanden keine Spur mehr von den fehlenden Rindern.

Hinter dem Ättenberg hirtete einst ein junger Bursche das Vieh. Peter war ein stattlicher Jüngling mit weizenblonden Locken und enzianblauen Augen. Manche Bauerntochter aus Plaffeien und Sangernboden sehnte sich insgeheim danach, seine Braut zu werden. Doch Peter verdrehte seinen Hals kaum jemals nach dem Weibervolk.

Zu jener Zeit, als das Üechtland noch ein wilder und wegloser Landstrich fernab der vielbegangenen Strassen und Marktflecken war, verirrte sich nur selten ein Reisender in diese Gegend. Aber wer sich mit den unberechenbaren Mächten dieses urtümlichen Landes einliess, hatte mancherlei Fährnisse zu gewärtigen. Unbestimmbar war die Zahl jener, deren Spur sich im Üechtland verlor und die wohl einem unerfreulichen Geschick anheimfielen.

Als das Üechtland noch von endlosen wilden Wäldern bedeckt war, hauste einst ein altes Mütterchen alleine in einer windschiefen Hütte mitten in der Wildnis. Im Herbst pflegte die betagte Einsiedlerin auf der Suche nach Brennholz oft tagelang durch den Wald zu streifen. Eines Tages entfernte sie sich dabei weiter als üblich von ihrem Zuhause. Nachdem sie bereits einen ansehnlichen Stoss guter trockener Äste zusammengeklaubt hatte, ertönte unvermittelt ein tierisches Brummen aus dem Unterholz.

Auf einer abgeschiedenen Alp in den Gantrischbergen hirtete einst ein junger Bursche namens Coling den ganzen Sommer hindurch alleine das Vieh seines Vaters. Eines Nachts brach ein überraschendes Unwetter über den Berg herein und drohte die Herde auf der Nachtweide zu versprengen.
Die Strasse in Toffen ist Verkehrsachse, Schulweg und Einkaufsstrasse zugleich. Ab dem kommenden Frühling soll sie umfassend saniert werden. Die Arbeiten dürften sich über rund zwei Jahre ziehen.
Am 19. September beginnen die Berner Herbstferien. Drei Wochen lang können sich die Kinder erholen, bis es ins lange Winterquartal geht. Drei Wochen? Für 21 Schülerinnen und Schüler in Belp sind es nur deren zwei.
Sie ist in Neuseeland geboren, dort aufgewachsen, hat den schwarzen Pass mit dem silbernen Farn und ist Nachwuchs-Nationalspielerin des Inselstaates. Doch seit drei Jahren wohnt die heute 21-Jährige Lara Colpi im Haus ihrer Tante in Guggisberg – und spielt Fussball beim FC Thun. Zwischen Arbeit und Training nimmt sich die Fussballerin Zeit, über die verschiedenen Reisen zu erzählen: die ihrer Eltern, die sie am anderen Ende der Welt zueinanderführte, die ihrer Fussballkarriere, und diejenige, die sie zurück in die Heimat ihrer Mutter führte.
Im Schulhaus Burgistein wird Schule neu gedacht: Statt Frontalunterricht stehen Projekttage, Mitbestimmung und jahrgangsübergreifendes Lernen im Zentrum. Gemeinsam mit der PHBern entwickelte die Schule ein Modell, das Sozialkompetenz, Selbstwirksamkeit und Freude am Lernen stärken soll – und dabei neue Wege des Unterrichtens aufzeigt.
Vermutlich gäbe es ein Dorf im oberen Gürbetal. Genauso eines, das den Felsen mit der spektakulären Aussicht umschmiegt. Nur: Würden die beiden Ortschaften heute wirklich Wattenwil und Burgistein heissen? Wohl kaum. Die Namen zeugen von den Familiengeschichten auf Schloss Burgistein. Seit dem 13. Jahrhundert. Ein Ort, bei dem es zwar auch um Herrschaft ging, aber seit jeher fast noch ein wenig mehr um Würde und Menschlichkeit.