Die Gemeinde Riggisberg verfolgt eine aktive Energiepolitik

Die Gemeinde Riggisberg verfolgt eine aktive Energiepolitik

In den vergangenen Jahren wurden verschiedene energiepolitische Grundlagen erarbeitet und genehmigt sowie Massnahmen daraus umgesetzt. Nicht zuletzt durch die Ereignisse der letzten Monate hat die Energiepolitik und -effizienz sowie die wirtschaftliche und umweltschonende Energieproduktion, -verteilung und -nutzung auch in Riggisberg wesentlich an Bedeutung gewonnen.

Im letzten Sommer schloss die Gemeinde die Aufbahrungshalle an das Fernwärmenetz an. Damit werden alle gemeindeeigenen Gebäude mit erneuerbaren und umweltfreundlichen Energiequellen beheizt. Auf dem Gemeindegebiet von Riggisberg betreibt die Energie Versorgung Riggisberg (EVR) AG zwei Fernwärmenetze mit Schnitzelfeuerung. Die rund 8000 m² Holzschnitzel pro Jahr stammen ausschliesslich aus der Region Gantrisch. Insgesamt werden heute damit über 140 Liegenschaften mit Fernwärme beheizt, neben den Gemeindeliegenschaften u.a. auch das Spital und das Altersheim. Die Nachfrage nach neuen Anschlüssen ans Fernwärmenetz ist im letzten Jahr stark gestiegen.

Gemeinde fördert Energieprojekte

Die Gemeinde Riggisberg verfügt über einen Fonds zur Förderung der Energieeffizienz und des Einsatzes von erneuerbaren Energien im privaten und gewerblichen Bereich. Der Fonds wird durch Verwendung eines Teils der Konzessionsabgaben auf den Stromverkauf geäufnet. Jährlich werden maximal zwei Projekte mit Förderbeiträgen von CHF 10’000 bis 50’000 bzw. mit max. 50 Prozent der Sanierungs- bzw. Anlagekosten unterstützt. Die Auswahl erfolgt grundsätzlich nach dem Prinzip des grössten Nettoeffektes auf die Erreichung der Energieziele der Gemeinde. Die Jury beabsichtigt im 2. Quartal 2023 im Rahmen eines Informationsanlasses zum Thema Energie im Detail über den Förderfonds zu informieren. Der Eingabetermin für erste Projekte ist im 3. Quartal 2023 geplant.

Starker Zuwachs von Photovoltaikanlagen

In der Gemeinde findet zurzeit ein starker Zuwachs von Photovoltaikanlagen statt. Wurden in den Jahren 2020 und 2021 jeweils 8 neue Anlagen von Privaten und Gewerbebetrieben erstellt, waren es 2022 schon rund 21.

Energiestadt Riggisberg

Ein zentrales Element der Energiepolitik war die Erreichung des Energiestadt-Labels im Jahr 2020. Die Gemeinde Riggisberg erreichte bei ihrem Zertifizierungsaudit sehr gute 63 Prozent. Und diese hohe Zahl erstaunt nicht, da viele relevante Objekte und Massnahmen klar belegt werden konnten. Während der Bereich «Ver- und Entsorgung» mit 74 Prozent die beste Bewertung aufwies, gibt es im Bereich «Interne Organisation» noch Massnahmen umzusetzten. Im 2024 steht nun der Re-Audit bevor.

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