Als erstes lud der Gemeinderat diesen Sommer zur ersten Tavolata in einem Quartier: Festtische und -bänke auf der Strasse, ein Grill und ein Buffet, zu dem alle etwas beitragen. «Wir werden dies in den kommenden Jahren in verschiedenen Quartieren durchführen», erläutert Zürcher. Dabei sei durchaus erwünscht, einmal ein «neues» Quartier zu entdecken und so im besten Fall neue Bekanntschaften zu schliessen. Das erste Quartierfest war ein voller Erfolg: Rund 50 Personen nahmen teil.
Eine zweite Massnahme für mehr Teilhabe ist die Verlegung der Sommer-Gemeindeversammlung vom Donnerstagabend, 20 Uhr, auf Samstagmorgen, 10 Uhr. Der späte Donnerstagtermin rührt von früheren Zeiten her, um Rücksicht auf die Landwirte zu nehmen, die zuerst noch den Stall machen mussten. Die Samstagvormittag-Versammlung war erstaunlich gut besucht und brachte eine Stimmbeteiligung von 12,8 %. Die Gemeinde begrüsste ausdrücklich auch Nicht-Stimmberechtigte sowie Kinder an der GV: «Schliesslich sollte man Kinder daran heranführen, Teil der Zukunftsgestaltung zu sein», so Zürcher. Wem dies unter den Jüngsten zu langweilig war, der durfte die Zeit in der eigens organisierten Kinderbetreuung verbringen. Die Gemeindepräsidentin kann sich vorstellen, dass der Samstagmorgen beibehalten wird. «Wir erhielten überwiegend positive Rückmeldungen.»