Energie für 100 Einfamilienhäuser

Energie für 100 Einfamilienhäuser

Die Energie Belp AG und die alupak AG realisieren bis im Frühjahr 2024 ein Projekt zur Wärmerückgewinnung. Nebst bemerkenswerten Einsparungen in der Nahwärmeversorgung führt dies auch zu einem markanten CO2-Emmissionsrückgang.

Die Energie Belp AG betreibt im Dorf und im Steinbachquartier je eine Nahwärmeversorgung. Letztere liegt knapp einen Kilometer entfernt vom Firmensitz der Verpackungsspezialistin alupak AG. Das Projekt der beiden Unternehmen sieht vor, das Fabrikationsgebäude über eine Wärmeleitung mit der Heizzentrale Steinbach zu verbinden und die aus der Produktion zurückgewonnene Prozesswärme von jährlich 2,3 Gigawattstunden ins dortige Netz einzuspeisen. Dies entspricht dem Energieverbrauch von rund 100 Einfamilienhäusern. 

Doch damit nicht genug: «Wir haben uns dazu entschlossen, in diesem Zusammenhang die bisher getrennten Nahwärmeversorgungen Dorf und Steinbach miteinander zu verbinden», so Robert Schantroch, Bereichsleiter Wasser und Wärme bei der Energie Belp AG. Dadurch entsteht ein zusätzliches Anschlusspotenzial für zahlreiche Liegenschaften.

Ein Leuchtturmprojekt

Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen hat einen massgeblichen Effekt auf die Emissionen der Nahwärmeversorgung. Einerseits kann der gesamte Verbrauch an Heizöl, mit welchem in den Heizzentralen unter anderem jeweils die Lastspitzen abgefedert werden, substituiert werden. «Dies entspricht einer Ersparnis von rund 90’000 Litern an fossilen Brennstoffen pro Jahr, bei deren Verbrennung etwa 230 Tonnen CO2 in die Atmosphäre gelangen würden», erklärt Marcel Bühlmann, Geschäftsführer der Energie Belp AG. Andererseits werden jährlich aber auch knapp 1800 Kubikmeter Holzschnitzel eingespart. Weil die Energie Belp AG der alupak AG die Abwärme abkauft, entsteht für beide Unternehmen zudem ein wirtschaftlicher Effekt. 

Gemeinsam für die Umwelt

Dieser stehe aber für die alupak AG nicht im Vordergrund, betont Patricia Bumann-Kolb, Verwaltungsratspräsidentin der alupak AG: «Es geht vielmehr darum, gemeinsam in der Gemeinde Belp etwas für die Umwelt zu bewegen.» Beide Firmen haben die strategische Zusammenarbeit zur Priorität erhoben. Sie soll im Sinne eines Leuchtturmprojekts über die Gemeindegrenzen hinaus strahlen und andere Unternehmen ermutigen, ähnliche Ideen in die Tat umzusetzen.

Spatenstich im Sommer

Genauso wie die Energie Belp AG übernimmt die alupak AG durch die Zusammenarbeit eine aktive Rolle im Bereich Nachhaltigkeit; weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Der Spatenstich für das Gemeinschaftsprojekt soll im Sommer erfolgen. Die Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2024 geplant.

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Energie für 100 Einfamilienhäuser

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