Eine Fülle an Schätzen

Eine Fülle an Schätzen

Die Fülle an Produkten, Dienstleistungen, Start-ups und weiteren Projekten war beeindruckend. Regionaler Safran, kunstvolle Balkonverzierungen, langlebige Blumensträusse oder eine Kunstausstellung. Feinste Verpflegung, eine Vakuumiererfindung, Umbauprojekte oder Wirtschaftsanalysen: Schon zum sechsten Mal versuchten der Naturpark Gantrisch zusammen mit der Wirtschafts-Vision Gantrisch herauszufinden, wem die Ehre des Innovationspreises gebührt. Drei Projekte setzten sich schliesslich durch.

26 Eingaben hatte die Jury auf ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Region geprüft; und über hundert Gäste erwarten am 28. Januar gespannt die Bekanntgabe der Siegerprojekte. «Der Preis ist eine Wertschätzung, die wir an die Region geben können», so Naturpark Gantrisch-Geschäftsführerin Lydia Plüss. Stolz fügt sie an: «Wenn ich all die Eingaben anschaue, sehe ich nicht nur Ideen, sondern auch den Mut, sie umzusetzen. Wir dürfen uns als Region Gantrisch selbstbewusst zeigen.»

Wasserversorgung von morgen

Finalistinnen und Finalisten der Kategorie Natur & Landschaft sind Barbara von Holtey mit «Die wilde Wiese», einer «Slow Flower»-Wildblumenzucht in Rüschegg, die Genossenschaft «au vert» mit dem Gemüseanbau nach den Prinzipien der Permakultur, und die Alpgenossenschaft Grenchenberg mit dem Bau eines Wasserfassungssystems. Die Jury wählte letztere zum Sieger. «Erst, wenn das Wasser knapp wird, wird uns bewusst, wie kostbar es wirklich ist», heisst es in der Laudatio. Die Alpgenossenschaft investiere heute in die Wasserversorgung von morgen und schaffe dabei Lebensräume für Flora und Fauna.

«Mehr für uns»

In der Kategorie Gesellschaft & Soziales haben drei Projekte den Einzug in den Final geschafft: das Langlaufrennen Gantrisch Loppet, das «einen zugänglichen Event schafft, an dem Gemeinschaft gefördert wird», die Schüür Kirchdorf mit dem Umbau zu modernen Wohnformen und die schliesslich als Siegerin hervorgehende Verd Purpose Genossenschaft. Sie will Gewinne von Zahlungssystemen zurück an die Gesellschaft geben. Die Jury lobt: «In einer Welt, die oft nach ‹mehr für mich› ruft, zeigt Verd, dass ‹mehr für uns› eine echte Alternative sein kann. Gewinne wandern nicht in anonyme Taschen oder ins Ausland, sondern zurück in die Gesellschaft.»

Tradition und Innovation

Regionale Wirtschaftskreisläufe  stärken und Wertschöpfung fördern sowie Ressourcen sorgsam nutzen: Anhand dieser Kriterien wählte die Jury die drei Finalisten in der Kategorie Nachhaltige Wirtschaft aus. Fumosum aus Albligen stellt Hunde-Gudeli aus regionalen Schlachtabfällen her, der Wattenwiler Biohof joli mont nutzt seine Produkte für sein Bio-Catering und setzt dabei zunehmend auf regionale pflanzliche Eiweisse sowie als dritter Finalist das Vreneli-Dorf. Dieses wurde zum Siegerprojekt erkoren. «Es überzeugt durch die einzigartige Verbindung von Tradition, Geschichte und Innovation, steigert das touristische Potenzial, generiert Wertschöpfung und regt zu Bewegung in der Natur an», so die Laudatio der Jury. Das Duo Evelyn und Kristina Brunner beeindruckt und berührt mit seiner musikalischen Umrahmung. Der Gastgeber, das Alters- und Pflegeheim Kühlewil, sorgt für einen reichhaltigen regionalen Apéro im Anschluss. Katharina Conradin, Leiterin Räumliche Entwicklung und Wirtschaft beim Naturpark Gantrisch, führt gemeinsam mit Lea Rüegg durch den Abend. Ihr Schlusswort würdigt die Vielfalt aller Ideen: «Es konnten nicht alle gewinnen. Doch ich behalte von allen 26 Projekten einen Schatz im Herzen.»

 

Innovationspreis Gantrisch 2025: Eingereichte Projekte

Natur & Landschaft

Die «Wilde Wiese», regionale Schnittblumen (Finalistin)

Alpgenossenschaft Grenchenberg, Wasserversorgung (Siegerin)

«au vert», solidarische Landwirtschaft (Finalistin)

Weitere: Schneiders Safran / Naturschutzverein Schwarzenburg / Martin Müller, Berner Unkrautzieher

Gesellschaft & Soziales

Gantrisch Loppet, Langlauf-Breitensportevent (Finalist)

Schüür Kirchdorf, nachhaltig bauen und wohnen (Finalistin)

Verd Purpose Genossenschaft, Gewinne für die Gemeinschaft (Siegerin)

Weitere: Caspar Bieler, Caspars Food-Truckli / Kunst im Pumpenhaus / Sommertheater Gürbetal, Theater Toffen / Die Wilde Wiese, Sternenkinder / Webakeit Riffenmatt, Erhalt der Backtradition

Nachhaltige Wirtschaft

Fumosum, regionales Hundefutter 

(Finalist)

joli mont Biohof, vom Feld in den Foodtruck (Finalist)

Vreneli-Dorf Guggisberg, gelebte Tradition und Baukultur (Sieger)

Weitere: Verein Vorwärtsbeo / An-dreas Hostettler, Holzfiguren / Transition Schwarzenburgerland, Repair Café / Schreinerei Bigler, Balkonbretter / SIDE CUT Sports AG, Rental Selfservice / Freiluft Architekten, Rosalia-Wenger-Haus / LandWIRT GmbH, Bio-Burger / Röthlisberger Innovations, VerroVac / Schreinerei Bigle, Bigler Kreativ

Preis und Jury

Die Jury besteht aus Vertretenden des Naturparks Gantrisch, der Wirtschafts-Vision Gantrisch, der Regionalkonferenz Bern-Mittelland und des Unternehmens be-advanced. Die ausgezeichneten Projekte erhalten eine Förderung von 2000 Franken sowie eine Plattform, um sich zu präsentieren. Partner und Sponsoren sind: Bank Gantrisch, Yasiflor Gartenbau GmbH, Mobiliar Belp, Wirtschafts-Vision Gantrisch. 

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