
YB in Kaufdorf
Die Vize-Schweizermeisterinnen im Fussball reisen nach Kaufdorf, um gegen das Team Gürbetal anzutreten: eine Geschichte, wie sie nur der Schweizer Cup schreiben kann. Die Vorbereitungen laufen.

Die Vize-Schweizermeisterinnen im Fussball reisen nach Kaufdorf, um gegen das Team Gürbetal anzutreten: eine Geschichte, wie sie nur der Schweizer Cup schreiben kann. Die Vorbereitungen laufen.

Ein kleines Dorf im Gürbetal mit etwas über 1100 Einwohnern lässt seine Bewohner kreativ und aktiv werden. In der Gemeinde gedeiht neben vielen Vereinen eine Gemeinschaft, die auf lokaler Ebene neue Perspektiven eröffnet.

Sie wollen mitreden und sie tun es. Jugendliche aus der Region Gantrisch nutzen aktiv die Möglichkeiten zur politischen Teilhabe. Mit Mitwirkungsanträgen bringen sie ihre Anliegen ein, verbunden mit der Hoffnung, ihre Lebenswelt aktiv mitgestalten zu können. Die Gesellschaft von morgen formiert sich heute und sie erhebt ihre Stimme. Doch die zentrale Frage bleibt: Dringt diese Stimme bis in Politik und Gesellschaft vor und findet sie dort Gehör?

In der Region Gantrisch arbeiten viele Vereine zusammen. Gerade im Fussball kennt man sich und pflegt Partnerschaften. Der SV Kaufdorf hat sogar eine Brücke bis in die Stadt Bern gebaut. Der Grund dafür? Geteilte Werte und die freundschaftliche Zusammenarbeit der Vorstandsmitglieder.

Ein Resultat aus der Umfrage der Jugendarbeit Gantrisch überrascht: Die Jugendlichen wünschen sich mehr Zusammenarbeit mit der Politik. Sie wollen dort mitwirken, wo sie kaum Rechte haben, weil die Entscheidungen ihre eigene Zukunft tangieren. Kaufdorf reagiert nun.

Bildung bewegt. Auch politisch. Während der Gemeinderat in Kaufdorf gerne die Zusammenarbeit mit Belp gesucht hätte, entschied sich das Volk an der Gemeindeversammlung, mit Toffen zusammenzuspannen. Doch die Toffener müssen erst selbst noch darüber abstimmen, ob sie überhaupt ein neues Oberstufenschulhaus bauen wollen.

Entlang der Gürbe haben sich zehn Bauernbetriebe zusammengeschlossen, um der inte-ressierten Bevölkerung ihr Wirken näherzubringen. Der «Naturparcours» zwischen Thurnen und Toffen verknüpft Vermittlung mit einfacher körperlicher Betätigung, die vor allem Spass machen soll.

In der Gewaltfreien Kommunikation sollen alle Gewinner sein: Wenn Bedürfnisse erkannt und auf den Tisch gelegt werden können, wird manch pikante Situation entschärft.

Der Berner Regierungsrat Christoph Neuhaus wohnt in Kaufdorf und damit im Naturpark Gantrisch. Im Interview spricht er über die Bedeutung seines Zuhauses und den Wert sowie die Bedeutung des Naturparks.

Familie Riem aus Kirchdorf geht Herausforderungen mutig an und ermöglicht mit viel Einsatz und Herzblut einen innovativen Direktvertrieb. Ihre Kundschaft kann es gemütlich nehmen.
Die Strasse in Toffen ist Verkehrsachse, Schulweg und Einkaufsstrasse zugleich. Ab dem kommenden Frühling soll sie umfassend saniert werden. Die Arbeiten dürften sich über rund zwei Jahre ziehen.
Am 19. September beginnen die Berner Herbstferien. Drei Wochen lang können sich die Kinder erholen, bis es ins lange Winterquartal geht. Drei Wochen? Für 21 Schülerinnen und Schüler in Belp sind es nur deren zwei.
Sie ist in Neuseeland geboren, dort aufgewachsen, hat den schwarzen Pass mit dem silbernen Farn und ist Nachwuchs-Nationalspielerin des Inselstaates. Doch seit drei Jahren wohnt die heute 21-Jährige Lara Colpi im Haus ihrer Tante in Guggisberg – und spielt Fussball beim FC Thun. Zwischen Arbeit und Training nimmt sich die Fussballerin Zeit, über die verschiedenen Reisen zu erzählen: die ihrer Eltern, die sie am anderen Ende der Welt zueinanderführte, die ihrer Fussballkarriere, und diejenige, die sie zurück in die Heimat ihrer Mutter führte.
Im Schulhaus Burgistein wird Schule neu gedacht: Statt Frontalunterricht stehen Projekttage, Mitbestimmung und jahrgangsübergreifendes Lernen im Zentrum. Gemeinsam mit der PHBern entwickelte die Schule ein Modell, das Sozialkompetenz, Selbstwirksamkeit und Freude am Lernen stärken soll – und dabei neue Wege des Unterrichtens aufzeigt.
Vermutlich gäbe es ein Dorf im oberen Gürbetal. Genauso eines, das den Felsen mit der spektakulären Aussicht umschmiegt. Nur: Würden die beiden Ortschaften heute wirklich Wattenwil und Burgistein heissen? Wohl kaum. Die Namen zeugen von den Familiengeschichten auf Schloss Burgistein. Seit dem 13. Jahrhundert. Ein Ort, bei dem es zwar auch um Herrschaft ging, aber seit jeher fast noch ein wenig mehr um Würde und Menschlichkeit.