Besonders zwischen Köniz und Schwarzenburg sowie zwischen Bern und Riggisberg gibt es viele Biker, aber keine offiziellen Routen. Lösungen für ein möglichst verträgliches Nebeneinander sind deshalb gefragt. In der Region Gantrisch setzen sich die Vereine Bike Region Voralpen und Gantrisch Biking, aber auch der Naturpark Gantrisch, BEBike und die Gemeinden dafür ein. Zu den aktuellsten Plänen gehören zwei signalisierte Mountainbike-Routen mit mehreren «Loops», also Rundtouren. Eine führt von Bern aus über den Längenberg nach Riggisberg, die andere via Swiss Bike Park nach Schwarzenburg. Diese Art der Besucherlenkung soll zu weniger wildem Befahren der Wälder führen. Involviert sind neben dem federführenden Verein Bike Region Voralpen neun Gemeinden, die Stadt Bern sowie der Naturpark Gantrisch. So gut die Idee tönt, so komplex und in zahllosen kleinen Schritten verläuft die Umsetzung. Nach der Vorprüfung bei den Ämtern und vielen Gesprächen mit Grundeigentümern gibt es positive Stimmen, aber auch Gegenwind, wie Manuela Huber von Bike Region Voralpen bekannt gibt. Das eidgenössische Veloweggesetz verpflichtet die Kantone, bis 2028 zumindest Pläne für kantonale Velowegnetze für den Alltag und die Freizeit zu erarbeiten. «Dazu gehören auch Mountainbike-Routen», präzisiert Huber. Die Gemeinden stünden hinter dem Projekt. Der Verein verstehe die zahlreichen Bedenken und Einwände. Doch, betont er in einer Mitteilung: «Auch ohne offizielle Routen findet das Biken in der Region statt.» Kann keine Lösung gefunden werden, bleibe der Status quo – und der Wildwuchs könne sogar noch zunehmen.
Am 22. September wählen die Belperinnen und Belper ihren Gemeinderat für die nächsten vier Jahre.…